Zwischenbericht der F24 AG über das erste Halbjahr 2015

  • Anstieg der Umsatzerlöse plangemäß um 15%
  • Weiterhin hohe Investitionen, Personal- und Entwicklungsaufwendungen belasten das Ergebnis
  • Secure Messaging App „TrustCase“ ist verfügbar

F24 in Kürze
Die F24 Gruppe ist der Software-as-a-Service Anbieter für hochsichere Alarmierungs- und Krisenmanagementlösungen in der Cloud. Gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern nimmt das Unternehmen eine führende Stellung ein. 50% der DAX30 Unternehmen und 10% der Europe Top 500 zählen zu den Kunden.


Kerngeschäft ist der Alarmierungs- und Krisenmanagement-Service FACT24. FACT24 unterstützt große Unternehmen und Behörden bei der Prävention, beim Management sowie in der Nachbereitung kritischer Ereignisse. Jüngst hat die F24 mit der Tochtergesellschaft TrustCase GmbH ihr Service-Portfolio um eine hochsichere, mobile Kommunikationslösung erweitert, die neben dem Krisenmanagement auch im Segment Enterprise Collaboration zum Einsatz kommt.


Allgemeine Entwicklung
Die starke Marktposition der F24 haben wir durch die Gewinnung von namhaften deutschen und internationalen Schlüsselkunden weiter gefestigt. Ausgewählte Beispiele für Neukunden sind: Council of Europe Development Bank (FR), Airbus Toulouse & Nantes (FR), UniCredit Italy Milano, Rome & Verona (IT), Berliner Flughäfen TXL & SKF (DE), SIKA AG (CH), Grupo Unicomer (SV), BANCO MERCANTIL DEL NORTE (MX), Banco Nacional de Costa Rica (CR), Dublin Airport Authority (IE), AGS Airports Limited (UK).


Für die Weiterentwicklung unserer Services war im ersten Halbjahr die neue MobileApp TrustCase maßgeblich. Die App ist für Android verfügbar und Apple iOS wird kurzfristig folgen. So wird noch im Q3 der Rollout an die FACT24 Nutzer beginnen, die mit der Lösung nun Ende-zu-Ende verschlüsselt und kosteneffizienter alarmieren und zusammenarbeiten können. Die Erweiterung der stationären FACT24 Lösung um Module für das Krisenmanagement wurde ebenfalls vorangetrieben.


Finanzdaten
Der Umsatz erhöhte sich auf TEUR 3.464 (TEUR 3.011) und wuchs damit im ersten Halbjahr 2015 um 15% (14%). Der Umsatzanteil der Auslandsgesellschaften betrug 39% und war damit erneut etwas höher als im Vergleichshalbjahr (36%). Der Personalaufwand stieg um 29% von TEUR 1.537 im ersten Halbjahr 2014 auf TEUR 1.986. Die Steigerung resultiert primär aus Prämien für die im Vergleich zum Vorjahr erfolgreichere Neukundenakquise. Der Materialaufwand und die Abschreibungen blieben nahezu unverändert.

Auch im Jahr 2015 wird weiter in die Produktentwicklung investiert. In den ersten sechs Monaten fielen für die Produktentwicklung Personalkosten von TEUR 381 (313) und externe Kosten von TEUR 527 (195) an. Die gesamten Entwicklungskosten stiegen damit um TEUR 400, der Anteil am Umsatz lag bei 26% (17%). Die sonstigen Aufwendungen stiegen um 32% von TEUR 810 auf TEUR 1.072. Enthalten sind hier u.a. die externen Entwicklungsaufwendungen.

EBITDA, operatives Betriebsergebnis (EBIT) und Konzernüberschuss sind im ersten Halbjahr aufgrund der im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2015 erhöhten Aufwendungen belastet. Das EBITDA fiel um 46% auf TEUR 345 (TEUR 637), das EBIT um 52% auf TEUR 268 (TEUR 561). Für das Gesamtjahr 2015 erwarten wir im Konzern auf Basis der Ergebnisbeiträge und Ertragssteuern der einzelnen Gesellschaften eine Steuerquote i.H.v. 52%. Berücksichtigt sind hierbei die Anlaufverluste der Neugründung TrustCase GmbH. Mit diesem Ansatz ergibt sich für das erste Halbjahr 2015 ein Konzernüberschuss von TEUR 120 (377).

Anfang Juni stimmte die Hauptversammlung zu, den Bilanzgewinn zur Stärkung der Kapitalausstattung auf neue Rechnung vorzutragen. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag TEUR 1.842.


Ausblick
Im Geschäftsjahr 2015 erwarten wir weiterhin ein Wachstum von 13 bis 15% beim Umsatz, gestützt auf die bislang positiv verlaufende Kundenentwicklung und die Prognosen für das dritte und vierte Quartal.

Die Entwicklungsaufwendungen werden wir im zweiten Halbjahr reduzieren können, sodass wir im Gesamtjahr weiterhin ein Vorsteuerergebnis deutlich über Vorjahresniveau sehen.


München, im August 2015
Der Vorstand